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Man sollte
deshalb zwei oder besser drei Wochen Zeit haben und auf jeden
Fall ein Fahrzeug dabei, denn es lohnt sich, das Land kreuz und
quer zu erkunden. Ausserdem bietet sich auch ein Stopp in Paris
an, der wunderbaren, schrecklichen Stadt, an der man kaum vorbeikommt.
Und auf dem Weg dahin natürlich die Loire mit ihren
berühmten Schlössern - vielleicht sind also sogar
drei Wochen noch zu wenig . . .
Die Bretagne
beginnt beim Mont Saint Michel, diesem Felsenhügel
im Wattenmeer, der in keinem Frankreichbuch fehlt. Nördlich
davon beginnt die Normandie mit ihren unvorstellbar breiten
und weiten Stränden, nach Westen hin aber zieht sich eine
felsige Küste mit herrlichen kleinen Sandbuchten - die Smaragdküste.
Der Strand
auf dem Bild rechts - der Strand von Lourtuais - liegt im Norden
der Bretagne, beim Cap d'Erquy.
Ganz am Ende
dieser Nase, die sich zwischen Atlantik und Ärmelkanal weit
nach Westen vorschiebt, wird die Küste rauh und die Wellen
werden auch schon mal etwas höher. Es ist die Heimat von
Asterix und Obelix und die Zeichner und Texter dieser erfolgreichen
Comic-Reihe werden sich was dabei gedacht haben, das gallische
Dorf der unbesiegbaren Krieger an diesen Zipfel Frankreichs gelegt
zu haben:
Die
Bretonen sind nicht so richtige Franzosen - und sie wollen es
auch gar nicht sein. Ein bisschen mehr Unabhängigkeit von
der Zentralgewalt in Paris wäre ihnen schon recht. Es steckt
wohl noch viel keltisch-gälisches Blut in ihnen und das ist
es, was diese Menschen so überaus liebenswert macht.
Das
ist eine Gegend für Kenner, für Liebhaber, die solch
ungebärde Natur zu schätzen wissen.
Wer es sanfter möchte, der fährt schon vorher von der
Smaragdküste stramm Richtung Süden.
Vannes,
die Halbinsel Quiberon mit der Cote-Sauvage ("Wilde
Küste") und der Belle Ile ("Schöne
Insel") und die langen feinen Sandstrände erinnern schon
an den Süden. Es ist nicht die trockene Hitze der Provence,
sondern eine angenehme Wärme in einer üppigen Natur.
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